Wappen Markt Triftern: Sämann
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Montag, 06. September 2010

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pmt-MELDUNG vom 19.02.2010 (Statistiken09): zurück

Auch 2009 wieder zahlreiche Rohrbrüche - Fast 40 Prozent Verlust bei 174.000 Kubikmeter geförderter Wassermenge

Triftern. Mit fast 174.000 Kubikmeter Wasser wurde im Jahr 2009 die bislang höchste Menge aus dem seit 1997 in Betrieb befindlichen Tiefbrunnen im Kauflandener Wald gefördert. Die Gemeindewerke (GWT) müssen bei dieser Rekordzahl allerdings in Kauf nehmen, dass mehr als 47.000 Kubikmeter durch Rohrbrüche verloren gingen, davon alleine 25.000 Kubikmeter bei einem Leitungsdefekt in Unterplaika.

Mit diesen Zahlen aus der Jahresstatistik 2009 wartete Werkleiter Karl Kaiser in der Sitzung des Werkausschusses auf. Zu den Verlusten durch Rohrbrüche müsste aber auch noch der Eigenverbrauch des Wasserwerkes, u.a. für Rück- und Leitungsspülungen, Baumaßnahmen und das Freibad addiert werden. Nahezu 69.000 Kubikmeter würden sich hier summieren, was fast vierzig Prozent der gesamten Fördermenge entspreche.

Hier müsse Kaiser zufolge verstärkt ein Augenmerk darauf gelegt werden, damit die Schere Fördermenge und verkaufte Menge nicht noch weiter auseinandergehe. Mit dem Einbau von Netzdruck- und Mengenmessungsgeräten steuere die GWT dem entgegen. Der Anfang sei im Wasserwerk am Kauflandener Berg gemacht, weitere - jeweils ca. 20.000 Euro kostende - Einbauten seien für die Übergabestelle Hochbehälter Prehof/Wohngebiet Triftern-Süd sowie am Ortsausgang Triftern/Richtung Lengsham geplant.

Zur verkauften Menge führte Werkleiter Kaiser aus, dass diese mit 104.975 Kubikmeter Wasser neuerlich zurückgegangen sei. 2007 seien es noch knapp 117.000 Kubikmeter, 2008 über 107.000 Kubikmeter gewesen. Bezogen auf die 1210 angeschlossenen Haushalte (mit 3.310 Einwohnern) habe sich ein durchschnittlicher Verbrauch von 32 Kubikmeter/Wasser pro Einwohner im Jahre 2009 ergeben.

Zu diesen Verbrauchszahlen merkte Kaiser an, dass der tägliche Wasserverbrauch je Einwohner im Jahre 2009 ca. 88 Liter betragen habe. Damit liege man im Markt Triftern deutlich unter dem Durchschnittsverbrauch in Bayern (133 Liter) bzw. in Deutschland (126 Liter). Insoweit setze sich der seit Jahren anhaltende Trend des immer sparsameren Umgangs mit Trinkwasser neuerlich fort. Wie der Werkleiter auf Grund des Tätigkeitsberichts von Wasserwart Franz Lechner weiter darlegte, sei es in 2009 sowohl bei der Förderung als auch der Verteilung in der gemeindlichen Wasserversorgung zu keinen Problemen gekommen. Auch der vorerwähnte Rohrbruch in Unterplaika habe zu keinen Versorgungseinschränkungen geführt.

Nicht nur die zum GWT-Gebiet gehörenden 3.310 Einwohner im Ort Triftern und den Gemeindeteilen Neukirchen, Lengsham, Voglarn und Wiesing werden zentral versorgt, sondern noch weitere 1.191 Einwohner im Gemeindeteil Anzenkirchen. Dieser erhält sein Trinkwasser vom Zweckverband Wasserversorgung Rottal aus dessen Anlage in Egglham. Insgesamt 4.501 von 5.576 Einwohnern des Marktes Triftern sind damit "am Netz", was einem Anschlussgrad von 80,7 Prozent entspricht.

„In Anbetracht des Streusiedlungscharakters unserer Gemeinde mit insgesamt 93 Ortsteilen hat die öffentliche Versorgung schon optimalen Wert erreicht“, fasste Bürgermeister Walter Czech das statistische Ergebnis des Vorjahres zusammen. Mit den Baumaßnahmen der 1990-er Jahre, in dem große Bereiche der Gemeindeteile Voglarn, Neukirchen und Lengsham an die gemeindliche Wasserversorgung angeschlossen worden wären, sei der Grundstein für diesen relativ hohen Anschlussgrad gelegt worden.

Über sechs Millionen Euro habe der Markt im zurückliegenden Jahrzehnt in die Erweiterung des Wasserversorgungsgebietes gesteckt, so der Bürgermeister weiter. Darin seien auch der Tiefbrunnen und die Aufbereitungsanlage am Kauflandener Berg, sowie ein weiterer Hochbehälter bei Prehof eingeschlossen, die Garanten für eine dauerhafte Sicherstellung der Wasserversorgung seien.

Verfasser: er