3. Haushalts- Quartalsbericht der Kämmerei im Marktgemeinderat vorgelegt
 
Triftern. Etwa zur Hälfte sowohl bei den Einnahmen als auch den Ausgaben ist der Haushaltsplan 2017 des Marktes bis Ende September abgewickelt worden. Die wichtigsten Zahlen über die Etatentwicklung in diesem Zeitraum erhielt der Marktgemeinderat jetzt mit dem von der Kämmerei vorgelegten 3. Quartalsbericht.
Fachdienstleiter Egon Harböck sagte dazu in der Sitzung, dass „alles gut ausschauen würde, wenn nicht über eine halbe Million Euro an Zuwendungen für die Beseitigung der Hochwasserschäden ausstehen würde“. Weil dieser Fehlbetrag zu Engpässen im gemeindlichen Finanzgebaren führe, habe man erwogen, dass vom Bürgermeister eine haushaltswirtschaftliche Sperre erlassen werden könne. Dieses Instrument zur Sicherung der Finanzierungsspielräume werde dem Kämmerer zufolge allerdings nur angewandt, wenn die avisierten Zuwendungen nicht kurzfristig eingingen.
Gemeint war damit ein Zeitpunkt bis Ende Oktober. Weil der erste Teilbetrag der gesamten Finanzhilfe des Freistaates Bayern von 900.000 Euro bereits auf dem Konto des Marktes ist und mit der zweiten Rate in Kürze zu rechnen sei, stelle sich das Thema Haushaltssperre nicht mehr, so eine aktuelle Mitteilung des Rathauses.
Über 900.000 Euro macht Egon Harböck zufolge der Ausgabebetrag aus, den der Markt für die Sanierung von Schäden an Straßen und Brücken durch das Hochwasser vom 1. Juni 2016 vorausgeleistet habe. 500.000 Euro davon würden noch auf Maßnahmekosten entfallen, die schon im vergangenen Jahr durchgeführt worden seien. Diese Schilderung veranlasste Hermann Ertl zu dem Einwurf, dass die als „schnell und unbürokratisch“ angekündigte staatliche Finanzhilfe hier wohl nicht der Fall sei.
Erfreuliches konnte der Kämmerer indes von der Entwicklung der Gewerbesteuer berichten. Diese, im Etat mit 900.000 Euro angesetzt, verzeichne bereits ein Plus von rund 600.000 Euro. Er hoffe, dass  diese Tendenz bis zum Jahresende anhalten werde. Dies wäre einer positiven Abwicklung des Haushaltsplanes recht dienlich, was auch für die Grundsteuer gelte, die samt Mehreinnahmen von ca. 14.000 Euro in gesamter Höhe von 364.000 Euro bereits eingegangen sei.
 
Dies sei von Vorteil in Bezug darauf, dass die Gemeindekasse beständig „flüssig“ sei, so der Kämmerer. Monatlich müsse sie beispielsweise 180.000 Euro Kreisumlage an den Landkreis überweisen, rund 140.000 Euro für Lohnkosten sowie etwa 155.000 Euro für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand aufbringen.
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Bildtext:
Bürgermeister Walter Czech auf der Baustelle Straßensanierung Äußerer Gries in Triftern.
Die Maßnahme gehört zu dem 900.000 Euro-Sanierungspaket Hochwasserschäden, die vom Freistaat Bayern mit 100 Prozent gefördert werden. Der Weg bis zur Erstattung der Zuwendungen scheint aber relativ lange zu sein, wie im Marktgemeinderat deutlich wurde.
Foto: Reiter