Hochwasserschutz: Keine höhere Förderung des Freistaates
 
Triftern. Von Gesamtkosten in Höhe von 20 Millionen Euro geht das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf für die Hochwasserschutzmaßnahmen am Altbach im Ortsbereich Triftern aus. 35 Prozent davon, sieben Millionen Euro, muss der Markt nach bisherigem Stand schultern – und dabei bleibt es auch.
In der Oktobersitzung des Marktgemeinderates, als der Beschluss über die Beteiligtenleistung an der Entwurfsplanung gefasst wurde (die PNP berichtete), hatte Bürgermeister Walter Czech angekündigt, dass er wegen der Dimension des Projektes bei den zuständigen Stellen in München um eine höhere Förderung des Freistaates Bayern nachsuchen wolle. In der jüngsten Sitzung berichtete er von dieser Mission, die nicht das gewünschte Ergebnis brachte.
Landtagsabgeordnete Reserl Sem habe einen Besprechungstermin mit leitenden Beamten des Umweltministeriums arrangiert, so Czech. Leider bleibe es bei dem vom Wasserwirtschaftsamt angesetzten Fördersatz von 65 Prozent, was aktuell die höchstmögliche staatliche Zuwendung für Hochwasserschutzmaßnahmen an Gewässern II.Ordnung wäre. EineReduzierung seines Anteils auf 25 Prozent könnte der Markt  bewirken, wenn von ihm nach Durchführung der Baumaßnahme Instandhaltungs- und Betriebsleistungen an den erstellten Anlagen (z.B. am Rückhaltebecken) erbracht würden.
Trotz der beträchtlichen gemeindlichen Eigenleistung bekräftigte der Bürgermeister einmal mehr, das „Ja“ des Marktgemeinderates zu dem Vorhaben: „Die Entscheidung, die wir getroffen haben, ist richtig“.
Zu den finanziellen Auswirkungen auf das künftige Haushaltsgebaren des Marktes brachte Kämmerer Egon Harböck eine Anregung ein. Weil der Baubeginn der Maßnahme frühestens im Jahre 2020 sein werde und somit den dann in diesem Jahr gewählten neuen Marktgemeinderat betreffen werde, solle man diesen finanzwirtschaftlich gewissermaßen nicht „vor vollendete Tatsachen“ stellen. Seiner Meinung nach wäre es deshalb sinnvoll rechtzeitig Rücklagen zu schaffen, damit auch noch Spielraum für andere Investitionen sei.
 
Das Angebot des Kämmerers hierzu in einer der nächsten Sitzung einen Anlageplan-Vorschlag vorzulegen, fand die Zustimmung des Gremiums.
Bürgermeister Czech brachte noch einen anderen Aspekt der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen auf’s Tapet. Seiner Ansicht nach bestehe hierüber in der Bevölkerung so manche Unkenntnis. Es würde nicht so viel Falsches verbreitet, wenn man sich über das Projekt auf der Homepage des Marktes, www.triftern.de, informieren würde. Hermann Ertl merkte dazu an, dass eine Darstellung des Gesamtkonzeptes des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf vom 30. Mai 2017 nicht nur im Internet veröffentlicht sein sollte, sondern beispielsweise auch im Bürgermagazin „Rundherum“.
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