45.000 Euro für Ausrüstung der sieben Feuerwehren
 
Triftern. Für die optimale Ausrüstung der Aktiven seiner sieben Feuerwehren werden vom Markt jedes Jahr ansehnliche Beträge locker gemacht. Rund 45.000 Euro kommen heuer zusammen für die vom Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung – jeweils ohne Gegenstimmen - beschlossenen Beschaffungsmaßnahmen.
Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie allgemeine und spezielle Ausrüstung, die im Wesentlichen von den Kommandanten angefordert worden seien, wurden von Fachdienstleiter Karl Kaiser dem Gremium aufgelistet. Etwa 15.000 Euro würden dafür bei der PSA anfallen, vorwiegend für den Kauf von Einsatzkleidung und Helmen. In diesem Betrag enthalten seien auch fünf komplette Schutzausrüstungen für Neumitglieder der FFW Wiesing, die 3.500 Euro kosten würden.
Der Hauptanteil der über 8.000 Euro ausmachenden Aufwendungen für allgemeine Schutzausrüstung entfiele Kaiser zufolge auf ein ca. 6.000 Euro kostendes neues Überdruckgebläse für die FFW Triftern. Deren bislang verwendetes Gerät erhalte die FFW Anzenkirchen. Weiters würden Handscheinwerfer (Neukirchen), A-Saugschläuche (Voglarn) und ein Hohlstrahlrohr für die Vierlinger Wehr beschafft.
Längere Ausführungen machte der Fachdienstleiter dann zur Erneuerung des sogenannten Rettungssatzes der Stützpunktfeuerwehr Triftern. An deren Ende stand das „Ja“ des Marktgemeinderates zum Kauf eines Rettungs-Spreitzers und einer Rettungsschere mit Kosten von jeweils 5.000 Euro, sowie eines kleinen Schneidgerätes („Pedalschneider“) für 2.500 Euro. Während es für letzteres keine staatliche Zuwendung gebe, könne mit einer solchen für die beiden erstgenannten Geräte in Höhe von jeweils 1.500 Euro gerechnet werden. Mit diesen drei Beschaffungen sei der Rettungssatz wieder auf dem Stand der heutigen Technik. Der derzeit genutzte Spreitzer (Baujahr 2005) erfülle die aktuellen Normanforderungen nicht, die fast 16 Jahre alte Schere die Normung nur noch sehr knapp. Die weiteren (vorhandenen) Teile des Rettungssatzes, Rettungszylinder und Motorpumpenaggregat seien von der Leistung her weiter ausreichend, so Kaiser.
 
Schließlich musste der Marktgemeinderat noch über die Entschädigung der beiden Gerätewarte der FFW Triftern, Herbert Hindshammer und Christoph Richter, befinden. Kom- mandant Tim Sicklinger hatte eine diesbezügliche Anfrage an den Markt gestellt. Begründet hatte er diese damit, dass die Stützpunktfeuerwehr wegen der zahlreich vorhandenen Ausrüstung vermehrte Pflege-, Wartungs- und Prüfungsaufgaben habe, die von zwei Aktiven erfüllt werden müssten. Die normale Montags-Übung sei für diese Arbeiten nicht ausreichend.
Ausgehend von den vom Kommandanten angegebenen zehn Stunden Aufwand im Monat je Gerätewart werde von der Verwaltung eine Entschädigung von jeweils 25 Euro/monatl. vorgeschlagen, trug dazu Karl Kaiser vor. Er habe diesen Sachverhalt dem im Rathaus anwesenden Prüfer des Kommunalen Prüfungsverbandes vorgetragen. Dieser habe die Zahlung der Entschädigung durch das Bayerische Feuerwehrgesetz als gedeckt gesehen und deren Höhe als „nicht unangemessen“ bezeichnet.
Der Fachdienstleiter führte auch noch das Argument an, dass die Trifterner Gerätewarte gegenüber ihren Kollegen in den sechs anderen Gemeinde-Feuerwehren „eine weit über das übliche Maß hinausgehende Tätigkeit ausüben würden“. Dies sah Helmut Weidacher als Beweggrund, die Entschädigung wie vorgeschlagen zu gewähren. Hermann Ertl war auch dafür, hatte aber das Problem, dass dieses Thema – laut Kaiser - nicht mit den anderen Wehren abgestimmt worden sei.  Auch 3. Bürgermeister Andreas Resch plädierte für eine entsprechende Beschlussfassung, die mit Wirkung vom 1. Januar 2018 dann einstimmig erging.
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