Bündelausschreibung weiter mit „Normal“-Strom - Bezug
 
Triftern. Der Marktgemeinderat setzt weiter auf die Beteiligung an der turnusmäßigen Strom-Bündelausschreibung des Bayer. Gemeindetags für all seine Gebäude und Anlagen, einschl. der Straßenbeleuchtung. Seit 2014 machen Markt und Gemeindewerke bei dieser zentralen Beschaffungsmaßnahme und beziehen seither ausschließlich „Normal“-Strom. Dies wird auch für die nächsten Lieferjahre 2020-2022 der Fall sein.
Die Entscheidung dazu fiel in der Sitzung unter Vorsitz von 2. Bürgermeister Karl Altmann denkbar knapp aus. Neun Gremiumsmitglieder stimmten dafür, acht waren dagegen, bzw. hätten sich für die Alternative im Beschlussvorschlag, den Bezug von Ökostrom, votiert. Vorausgehend hatte sich dazu eine Diskussion entwickelt, in Sonderheit zu den beim Ökostrom möglichen Varianten „mit oder ohne Neuanlagenquote“.
Fachdienstleiter Karl Kaiser, der zu den Inhalten der Bündelausschreibung nähere Ausführungen gemacht hatte, konnte auf Frage von Dr. Edgar Wullinger nicht beantworten, was unter diesen Quotenbezeichnungen eigentlich zu verstehen sei. Dessen anschließender Kommentar war dazu: „Begrifflichkeiten, von denen man nicht weiß, was sich dahinter verbirgt, sollen nicht in Beschlussvorschläge aufgenommen werden“. Unbeschadet dessen plädiere er, Dr. Wullinger, jedoch für den Bezug von Ökostrom, auch wenn dieser fünf Prozent teurer sei: „Wir müssen weg vom Atomstrom“. Für die Beibehaltung des Bezugs von „Normal“-Strom sprach sich demgegenüber 3. Bürgermeister Andreas Resch aus und merkte dazu an: „Wir machen es uns zu kompliziert“.
Von der neuerlich vom Marktgemeinderat beauftragten Kommunalberatung KUBUS in Schwerin kann nun die Ausschreibung für den Zeitraum 2020-2022 vorbereitet werden, in der nach Angaben des Bayer. Gemeindetags zuletzt fast 1.500 Gemeinden teilgenommen haben. Ziel dieser Gemeinschaftsaktion ist es, durch größere Abnahmemengen günstigere Strompreise zu erhalten, wobei die Ersparnis durchschnittlich bei bis zu 40 Prozent liegt. Markt und Gemeindewerke bezogen den Strom von 2014 bis 2016 bei den Stadtwerken Dachau. Von 2017 bis 2019 erfolgt die Lieferung von E.on Energie Deutschland.
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