Veränderungen im Vorstand der Bürgerhilfe „Ein Dorf hilft“
 
Anzenkirchen. Bei der Jahreshauptversammlung des  Vereins Bürgerhilfe „Ein Dorf hilft“ standen die Neuwahlen der Vorstandschaft und die Neufassung der Satzung im Mittelpunkt der Tagesordnung. Mehr als ein Viertel der derzeit 225 Mitglieder waren dazu ins Pfarrzentrum „Alte Schule“ gekommen.
In einigen Posten verändert geht die Vereinsleitung in das dritte Jahr des Bestehens der Bürgerhilfe. An deren Spitze steht weiterhin Hermann Ertl als 1. Vorsitzender. Cornelia Wimmer ist seine neue Stellvertreterin, nachdem sich die bisherigen 2. Vorsitzenden Dr. Stefan Achhammer und Edwin Reiter für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung gestellt hatten.
Wiedergewählt wurden Michael Wimmer als Kassier und Gabriel Kitzing als Schriftführer. Für den durch Wegfall der bisherigen Helferkreis-Arbeitsgruppenleiter neu gebildeten erweiterten Vorstand wurden Sonja Brüggen, die künftige Leiterin des Bürgercafés,  und Günther Brehmer als Beisitzer bestellt. Anstelle von Mia Goller fungiert nun Dr. Edgar Wullinger zusammen mit Karl Altmann (wie bisher) als Kassenprüfer.
Die Wahlen, mit jeweils einstimmigen Voten für die Gewählten, wurden von Bürgermeister Walter Czech geleitet. In seinem Grußwort lobte er die vielseitigen Aktivitäten der Bürgerhilfe und dankte allen, insbesondere den Verantwortlichen des Vereins, für dieses beständige Engagement.
Speziellen Dank hatte  dann 1. Vorsitzender Hermann Ertl für den besonderen Einsatz der ausgeschiedenen Leiter der Arbeitsgruppen des Helferkreises  parat. Mit einem Präsent verabschiedet wurden Leonie Müller (Behördengänge), Nadja Wimmer und Isolde Wiesmiller (Gesundheit), Dr. Rudolf Schwetlik (Familienhilfe/Schule), Steffi Mandlinger und Tatjana Kitzing (Familienhilfe/Kindergarten und Hausaufgaben), Maria Schwetlik (Sprachförderung/Deutsch), Elisabeth Reiter (Sachspenden, Kleidung), Frank Kahle (Freizeitgestaltung) und Florian Ertl (Sport, Vernetzung).
 
Gedankt wurde von Ertl auch seinen bisherigen Stellvertretern Dr. Stefan Achhammer und Edwin Reiter für deren engagierte Tätigkeit in der Vereinsleitung , sowie Steffi Mandlinger und Tatjana Kitzing, die das seit Oktober 2016 bestehende monatliche Bürgercafé im Rahmen der Gedenkfeier zum 2. Jahrestag der Hochwasserkatastrophe am 1. Juni zum letzten Male leiten werden.
Einmütig von der Versammlung angenommen wurde die neue Vereinssatzung, die von 2. Vorsitzenden Edwin Reiter vorgestellt wurde. Die Änderung sei notwendig geworden, weil sich der Vereinszweck durch Wegfall der Flüchtlingshilfe im Oktober vergangenen Jahres wesentlich geändert habe. Die neue Kernaussage des Betätigungsfeldes der Bürgerhilfe laute nun, „hilfsbedürftige Personen, die im Gemeindeteil Anzenkirchen wohnen, ungeachtet des Geschlechts, des Alters, der Religion, der politischen Ausrichtung und der Nationalität zu unterstützen“. Diese Hilfestellungen im täglichen Leben sollen weiterhin durch Vermittlung auf freiwilliger Basis erfolgen.
Mit dieser Aufgabenausrichtung und den damit einhergehenden Angeboten und Erledigungen bleibe auch der Gemeinnützigkeitscharakter des Vereins erhalten, so Reiter. Dieser machte dann noch nähere Ausführungen zu den Regelungen über die neu konzi-pierte Vereinsführung mit geschäftsführendem und erweitertem Vorstand, ebenso der neu in die Satzung aufgenommenen Datenschutzbestimmung im Hinblick auf die ab 25.Mai 2018 geltende Rechtslage.
Zu Beginn der Tagesordnung  hatte 1. Vorsitzender Hermann Ertl in seinem Tätigkeitsbericht Rückschau auf das Jahr 2017 gehalten. Zehn Monate lang habe es noch gegolten die am Ort verbliebenen Flüchtlinge zu betreuen, allerdings in wesentlich geringeren Umfang als in 2016. Hilfe zur Selbsthilfe sei dabei im Vordergrund der Unterstützungs-aktivitäten der Bürgerhilfe gestanden. Dies sei auch die ursprüngliche Zielsetzung bei der Vereinsgründung gewesen. In Sonderheit sei dadurch ein friedliches Miteinander im Dorf gelungen, hob Ertl hervor.
Wie er weiter ausführte sei 2017 aber auch noch stark von den Folgen der Flutkatastrophe geprägt gewesen mit einer Vielzahl von Herausforderungen für den Verein. Den zahlreichen Geschädigten am Ort habe man Hilfen verschiedenster Art zukommen lassen, u.a. auch mit zwei Geld-Spendenaktionen. Erwähnung im Bericht des Vorsitzenden fanden neben dem monatlich durchgeführten Bürgercafé die Service-Mitwirkung von Mitgliedern beim Inselfest-Seniorennachmittag sowie die Beteiligung am Ferienprogramm des Marktes. Neu im Angebot sei dass die Bürgerhilfe seit Anfang August 2017 mobil in Einsatz sei, nämlich mit einem PKW, der für Fahrten zu den verschiedensten Zwecken kostenlos eingesetzt werde. 163 Personen hätten davon im Vorjahr Gebrauch gemacht.
 
Die Replik des Vorsitzenden auf das zweite Vereinsjahr wurde anschließend im Bericht von Schriftführer Gabriel Kitzing mit Informationen aus der Vorstandsarbeit ergänzt.
Kassier Michael Wimmer berichtete danach über die Finanzen des Vereins, der nach sei-nen Worten über eine passable Rücklage verfüge, die beispielsweise in Notsituationen für Hilfsbedürftige genutzt werden könnte. Gesichert sei auch die Finanzierung des Bürgerhilfe-Mobils bis August 2019. Der Jahresabschluss war von Mia Goller und Karl Altmann mit uneingeschränkt positivem Ergebnis geprüft worden. Die Kassenprüfer bescheinigten Michael Wimmer tadellose Arbeit, was auch dann die einstimmig erteilte Entlastung der Vorstandschaft zur Folge hatte.
Die neue Vorstandschaft, so Vorsitzender Hermann Ertl in seinem Schlusswort könne mit einem starken Vertrauensbeweis der Mitglieder ans Werk gehen. Vorrangige Prämisse sei dabei, dass die Bürgerhilfe weiterhin für alle Hilfesuchenden – nicht nur für Mitglieder - Anlaufstelle sein werde
 
                                                                                                                                   red
 
Bildtext:
1/Neue Vorstandschaft
Nach den von Bürgermeister Walter Czech (rechts) geleiteten Wahlen hat die Führung des Vereins Bürgerhilfe „Ein Dorf hilft“ folgende Zusammensetzung (ab 3. von links) Hermann Ertl (1. Vorsitzender), Cornelia Wimmer (2. Vorsitzende) Michael Wimmer (Kassier), Gabriel Kitzing (Schriftführer) sowie Sonja Brüggen und Günther Brehmer (Beisitzer). Links die beiden Kassenprüfer Karl Altmann und Dr. Edgar Wullinger.
 
2/ Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder
Vorsitzender Hermann Ertl (rechts) verabschiedete mit einem Präsent neben den beiden ausgeschiedenen 2. Vorsitzenden (von rechts), Dr. Stefan Achhammer  und Edwin Reiter, auch die Leiter der Helferkreis-Arbeitsgruppen (ab 4. von rechts) Steffi Mandlinger, Tatjana Kitzing, Nadja Wimmer, Frank Kahle und Dr. Rudolf Schwetlik.
Fotos: red