Standorte für WLAN-Hotspots in Triftern und Neukirchen werden geprüft
 
Triftern. Zwei  WLAN-Hotspot-Standorte könnten mit staatlicher Förderung im Gemeindegebiet eingerichtet werden. Im Marktgemeinderat gab es wegen der Notwendigkeit dieser öffentlichen drahtlosen Internetzugangspunkte konträre Meinungen, letztlich aber einen zielgerichteten Beschluss.
Fachdienstleiter Stephan Spöckmer erläuterte in der Sitzung die finanziellen Modalitäten, denen zufolge der Freistaat die Kosten der Ersteinrichtung mit bis zu 2.500 Euro pro Standort übernehme. Die jeweils zwischen 40 und 60 Euro monatlich liegenden  Kosten für den Betrieb, der mindestens für ein Jahr sichergestellt sein solle, seien vom Markt zu tragen. Alternativ zu diesem BayernWLAN-Programm gebe es noch eine EU-Förderung  mit WiFi 4EU bei einer Zuwendungspauschale von 15.000 Euro und einer Mindestbetriebsdauer von drei Jahren. Hierfür seien, Spöckmer zufolge, allerdings die Chancen gering, weil für Bayern nur zwölf Standorte pro Jahr vorgesehen seien, die auf Grund eines vorausgehenden Bewerbungsverfahrens entschieden würden.
Bürgermeister Walter Czech knüpfte hier an und schlug das bayerische Programm für die Hotspot Einrichtung vor. „Brauchen wir dies überhaupt?“ war die sich anschließende Frage von 3. Bürgermeister Andreas Resch, in die er auch die Standortwahl einbezog. In Triftern werde der Hotspot wohl nur für die Asylanten installiert. „Gerade wegen diesen sollten wir es machen“ entgegnete Dr.Edgar Wullinger. Mit diesem kostenlosen Internetzugang werde den Asylbewerbern die wichtige Verbindung in ihre Heimatländer ermöglicht. Auf gleicher Linie war Dr. Rudol Schwetlik, der Integrationsbeauftragte des Marktes. Es sei bislang nicht geglückt die seit Februar 2017 am Unteren Markt untergebrachten Flüchtlinge im Ort zu integrieren.
Nach Ansicht von Mario Einkammerer sei es keine Hauptaufgabe der Gemeinde öffentliche Hotspots zu betreiben. Bei deren Vorhandensein befürchtete Sibylle Hanöffner bei der Handynutzung beispielsweise am Marktplatz den Nebeneffekt von Verkehrsgefahren. Helmut Weidacher regte schließlich einen Probelauf an: „Dann kann man sehen,
wie es funktioniert“.
 
In der weiteren Diskussion kristallisierten sich als mögliche Standorte der Marktplatz in Triftern sowie das Bürgerhaus bzw. der Dorfplatz in Neukirchen heraus. Es wurde aber noch keine abschließende Festlegung getroffen. Zunächst soll erst eine Prüfung über deren Machbarkeit erfolgen. Errichtung und Betrieb der Hotspots solle über das Bayern-WLAN erfolgen. Bei vier Gegenstimmen wurde dies so beschlossen.
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