Hochklassiges Mariensingen in der Pfarrkirche Triftern
Von Edwin Reiter
 
Triftern. Es war ein qualitativ hochstehendes musikalisches Geschenk an die Gottesmutter, das die zahlreichen Besucher in der Pfarrkirche St. Stephan begeisterte. Bereits zum dritten Male hatte der Pfarrgemeinderat zu dem als Mariensingen betitelten Konzert eingeladen, in dem von fünf Gruppen eine wohlklingende Palette geistlicher und volkstümlicher Lieder und Instrumentalstücke bestens zu Gehör gebracht wurden.
Diesen Darbietungen vorausgehend hatte der bisherige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hans Hochecker bei seinen Begrüßungsworten den 200. Geburtstag des Hl. Bruder Konrad angesprochen. Dieser sei ein großer Marienverehrer gewesen, was man auch daran sehen habe können, dass er jeden Morgen um 5 Uhr in der Gnadenkapelle ministrierte, um ganz nahe bei der Muttergottes zu sein. „Vielleicht gelingt es mit unserem Konzert, etwas von diesem Glauben und diesem Vertrauen auf Gott und Maria zu spüren“ so die abschließenden einleitenden Worte von Hans Hochecker.
Mit „Meerstern ich dich grüße“ intonierte gleich zu Beginn die JuBl-Truppe eine Kostbarkeit aus dem reichhaltigen Schatz des Marienlobes. Die von Walter Pfeil geleitete junge Trifterner Bläsergruppe in der Besetzung mit Valentin Denk, Jonas und Tobias Ammer und Sonja Seiler spielte im weiteren Verlauf des Abends noch mehrere Weisen in stimmigem Zusammenklang.
Meisterhaft waren wieder die „Vielsaitigen“ mit ihren Saiteninstrumenten am Werk. Unter Leitung von Irene Bergler aus Wurmannsquick (Zither) mit Martina Hochecker (Hackbrett),
Siglinde Bogdany (Gitarre) und Paul Wochinger (Zither) musizierte das Quartett überaus harmonisch, was vor allem beim bekannten „Pfingstsonntagswalzer“ oder beim „Nanei-Landler“ zu vernehmen war. Erstmals trat bei diesem Konzert die Wiesinger Klarinettenmusi auf. Florian Schatzberger, Marina und Tobias Schönauer zeigten hier ihr Können. So wie die „Steirische Aria“ wurden noch weitere virtuose Stücke in brillanter Manier gespielt.
Für den hochkarätigen gesanglichen Teil des Mariensingens sorgten zum einen der Trifterner Zwoagsang mit  Waltraud Hübler und Andrea Fraunhofer-Bruckmeier mit einfühlsamen Liedern wie „Der güldne Rosenkranz“ oder „Maria Himmelskönigin“
Zum anderen steuerte diesen der Männergesangverein „Liederkranz“ bei. Der von Edith Lirsch souverän geleitete Chor beeindruckte durch sein ausgewogenes Klangvolumen, was vor allem bei den Liedern „Sancta, sancta Maria“ und  „Oh Maria sei gegrüßt (Schwarze Madonna)“ in besonderer Weise zum Ausdruck kam. Zwischen den Musikstücken trug Gemeindereferent Wolfgang Moritz zum Mit- und Nachdenken anregende Gebete und Texte über die Mutter Gottes vor. Begleitet von den „Vielsaitigen“  wurde das Programm  mit dem gemeinsam gesungenen „Segne du Maria“ abgerundet.
Lang anhaltender Beifall und letztlich Standing Ovations war sichtbares Zeichen der Anerkennung der Besucher für die hervorragenden Gesang- und Musikdarbietungen. Hans Hochecker dankte den Akteuren noch mit persönlich gehaltenen Worten für diesen außer- gewöhnlichen Musikgenuss, „der zu Herzen geht und die Seele berührt“. Dankesworte richtete er auch Mesnerin Helga Walz für ihre Mitarbeit bei Durchführung dieser Veranstaltung.
Das im Gotteshaus Erlebte konnten die Besucher noch anschließend am Kirchenvorplatz nachwirken lassen und im Gespräch austauschen. Der übliche Stehimbiss musste, Hans Hochecker zufolge, heuer im Hinblick auf die schon laufenden Vorbereitungen für das Pfarrfest (Sonntag, 10. Juni) entfallen. Es bot sich aber auch ohne diesen die Gelegenheit die bereitgehaltenen Spendenkörbchen zu füllen, deren Erlös für das neue Pfarrheim
verwendet wird.
 
Bildtext:
Für einen hochkarätigen Musikgenuss beim Mariensingen in der Pfarrkirche sorgten „Die Vielsaitigen“ (vorne links), dahinter der Trifterner Zwoagsang, die Bläser-JuBl-Truppe (vorne rechts) dahinter die Wiesinger Klarinettenmusi, sowie der Männergesangverein „Liederkranz“ (am Altar). Gemeindereferent Wolfgang Moritz (am Ambo) sprach die verbindenden Worte.
Foto: Bielmeier