Mitfinanzierung einer zusätzlichen Fachkraft für den Kindergarten St. Stephan
 
Triftern. Bereits in der vorausgegangenen Sitzung hatte der Marktgemeinderat das Thema der Mitfinanzierung einer zusätzlichen pädagogischen Fachkraft auf der Tagesordnung. Weil nun aus den damals sieben Kindern mit erhöhtem Förderbedarf nun neun geworden sind, die in 2018/19 die Kindertagesstätte St. Stephan in Triftern besuchen, war eine nochmalige Behandlung erforderlich.
Die Kath. Pfarrkirchenstiftung als Träger der Einrichtung hatte dies beantragt und bekam einen neuerlichen Zustimmungsbeschluss. Dies Mal fiel er nicht wieder einstimmig aus. 3. Bürgermeister Andreas Resch votierte als einziger dagegen mit der Bemerkung: „Wir geben immer nach“. Ganz anders dagegen die Meinung von Eva Lirsch. Im Interesse der anderen Kindergartenkinder sei der zusätzliche Personalaufwand unbedingt gerechtfertigt.
Auf gleicher Linie war Dr. Rudolf Schwetlik, der zudem auch die vorliegende Berechnung der anteilig auf den Markt fallenden Stunden als „solide“ betrachtete.
Der Sachverhalt war dem Gremium von Fachdienstleiter Stephan Spöckmer erläutert worden. Hiernach müssten, um die vorerwähnten Kinder in einer Gruppe auch entsprechend fördern und integrieren zu können, die Gruppengrößen entsprechend angepasst werden. Auf Grund der Auslastung des Kindergartens sei dies jedoch nicht möglich. Das Landratsamt-Jugendamt halte deshalb zusätzlichen Personalaufwand für zwingend erforderlich, um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Eine gesetzliche Verpflichtung bzw. eine vorgeschriebene Wochenarbeitszeit gebe es jedoch nicht.
Spöckmer zufolge orientiere man sich hier an den Empfehlungen des Bayerischen Gemeindetages. Die für die zusätzliche Kraft auf den Markt anteilig entfallenden Kosten von 30.222 Euro (knapp 9.000 Euro mehr als beim ersten Antrag) würden auch getrennt verrechnet und spiegelten insoweit auch nicht den Anstellungsschlüssel wieder. Sie würden jedoch in den bestehenden Defizitvertrag zwischen Pfarrkirchenstiftung und Markt einfließen.
 
Falls ein Defizit ausgewiesen würde entfiele auf die Gemeinde anstatt des generellen Anteils von 40 Prozent ein solcher von 52 Prozent, was dann eine Mehrung von ziemlich genau 9.000 Euro ausmachen würde. Ob die Defizitregelung Anwendung finde könne man derzeit nicht sagen. Auf Grund der guten Auslastung des Kindergartens sei dies aktuell nicht immer der Fall, so Spöckmer
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