Bürgerentscheid: Ergebnis in den Stimmbezirken und Briefwahl
 
Triftern. Der überaus deutliche Ausgang des Bürgerentscheids „Alte Post“ am Sonntag mit 71,11% „Ja“- und 28,89% „Nein“-Stimmen spiegelt sich mit fast denselben Ergebnissen im Stimmbezirk Umland und in der Briefwahl wider. Ähnlich lag das Resultat in Anzenkirchen. Abweichungen gab es im Ort Triftern mit etwas mehr als ein Drittel Befürwortern des Skulpturenmuseums, sowie -anders gelagert- in Neukirchen, wo die geplante finanzielle Beteiligung des Marktes an dem Vorhaben von Bildhauer Bernd Stöcker eine glatte Abfuhr erhielt.
Voraussetzung für den Erfolg des Bürgerentscheids war das Erreichen des sogenannten Quorums. Hiernach hätten mindestens 858 gültige „Ja“- Stimmen abgegeben werden müssen. Die Überwindung dieser Hürde ermöglichte eine hohe Wahlbeteiligung in den vier Stimmbezirken und bei der Briefwahl.
 Von den 4.290 Wahlberechtigten gaben 2.162 (50,39 %) ihre Stimme ab. Davon votierten 1.536 (71,11%) mit „Ja“ und somit für das – in dieser Höhe nicht erwartete - „Aus“ des Skulpturenmuseums mit gemeindlicher Kostenbeteiligung. Nur 624 „Nein“-Stimmen (28,89%) summierten sich am Ende von den Befürwortern des Projektes.
Woher die „“Ja-“ und Nein“-Stimmen exakt kamen, lässt sich nur unter Außerachtlassung der von 764 Wählern (17,80 %) genutzten Briefwahl ermitteln. Nach deren Auszählung hatten 550 Wähler (71,98%) mit „Ja“ und 213 (28,08%) mit „Nein“ gestimmt.
 Ein gleichgelagertes Ergebnis stellte sich im Stimmbezirk Umland (Gemeindeteile Lengsham/ Voglarn/Wiesing) ein. 348 Wähler (davon 272 Briefwähler) votierten mit 250 „Ja“-Stimmen (71,84%) und 98 „Nein“-Stimmen (28,16%).
 Ebenfalls auf diesem Level lag das Resultat im Gemeindeteil Anzenkirchen. Hier waren es 239 „Ja“-Stimmen (69,27%) und 106 „Nein“-Stimmen (30,73%), die von 345 Wählern (89 Briefwähler) abgegeben wurden.
Die extremste Absage erhielt der beabsichtigte Umbau der „Alten Post“ mit Ko-Finanzie-
rung aus der Gemeindekasse im Gemeindeteil Neukirchen. Spektakuläre 83,39 % (= 241 „Ja“-Stimmen) der 289 Wähler (126 Briefwähler) sprachen sich dort für das Bürgerbegehren aus. Nur 16,61 % (= 47 „Nein-Stimmen) wurden auf der Pro-Projekt-Seite gezählt.
Auch der Ort Triftern lieferte kein umgekehrtes Ergebnis, das man vielleicht vermutet hätte. Von den 416 Wählern (319 Briefwahl) stimmten jedoch 256 mit „Ja“ (= 61,53 %). Kaum mehr als ein Drittel „Nein“-Stimmen (160 = 38,47%) von Befürwortern der Umnutzung der „Alten Post“ zu einem bayernweit einmaligen Kulturzentrum stehen wohl symbolhaft dafür, dass der Realisierung dieser Idee mit Kostenbeteiligung des Marktes von den Wählern eine unmissverständlich klare Absage erteilt wurde.
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