Erfolgsmodell Gemeindewerke Triftern (GWT) wird nicht geändert
Triftern. Die Bereiche Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung werden im Markt auch weiterhin unter der Regie der seit sieben Jahren als Eigenbetrieb bestehenden Gemeindewerke (GWT) betrieben. Der Werkausschuss sprach sich einstimmig für die Beibehaltung dieses Erfolgsmodells aus.
Als solches wird es von 1.Bürgermeister Walter Czech bezeichnet, weil man durch zum 1. Januar 2004 eingeführte Eigenbetriebslösung die Finanzen auf den Sektoren Wasser und Abwasser fest und zugleich transparent im Griff habe. Eine überschaubare Gewinn- und Verlustrechnung einhergehend mit der kaufmännischen Buchführung losgelöst vom Gemeindeetat würden dazu beitragen, dass es keine „Vermischung“ mehr mit anderen
Haushaltseinzelplänen gebe. Über zwei Millionen Euro hätten die GWT bis dato in wasserwirtschaftliche Maßnahmen investiert.
Außerdem, so Czech weiter, hätten sich die kürzeren Entscheidungswege durch die direkten Kompetenzzuweisungen an Werkleitung und Werkausschuss bislang als überaus vorteilhaft erwiesen.
Insoweit erteilte er auch Überlegungen, die Gemeindewerke aufzulösen und die Bereiche Wasser und Abwasser wieder in den Haushalt des Marktes einzugliedern eine deutliche Absage. Dies wäre, auf Grund der bisherigen guten Erfahrungen mit dem Eigenbetrieb, ein Rückschritt.
Für die Beibehaltung der derzeitigen Eigenbetriebslösung plädierte auch Steuerberater Alfred Plank. Dessen auf der Tagesordnung stehender Bericht über die nach der Eigen-
Überwachungsverordnung vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses durch einen Wirtschaftsprüfer hatte die Erörterung der weiteren Betriebsführung der GWT zum Thema gemacht. Zur Sprache kam dabei auch, dass Eggenfelden und Bad Birnbach im vergangenen Jahr ihre bisherigen Eigenbetriebe aufgelöst hätten.
Alfred Plank riet jedoch davon ab, hier Vergleiche anzustellen, da die Strukturen dieser
Eigenbetriebe nicht mit denjenigen in Triftern vergleichbar seien. Seinen Feststellungen nach funktioniere die Trennung Markt und Eigenbetrieb in Triftern sehr gut. Die GWT könnten unverkennbar positive Aspekte aufweisen.
Eine Lösungsmöglichkeit, wie man die Kosten von ca. 5000 Euro für den Wirtschaftsprüfer-Jahresabschluss umgehen könnte, zeigte der Steuerberater mit der möglichen Installation eines sogenannten „Optimierten Regiebetriebes“ auf. Hierbei müssten die GWT aufgelöst werden und die Bereiche Wasser/Abwasser dann unter dieser neuen Bezeichnung geführt werden, wobei dann die Regelungen der Eigenbetriebsverordnung angewendet würden. In diesem Falle, so Plank, würde die vorerwähnte Abschlussprüfung entfallen.
Der Werkausschuss konnte sich aber für diesen „optimierten Regiebetrieb“ nicht erwärmen und sprach sich einmütig für die Beibehaltung des bisher erfolgreich laufenden Eigenbetriebs GWT aus.
- er