2011 so wenig Geburten wie noch nie
Triftern. Nach mehreren Jahren über der 40-er Schwelle ging es 2011 mit der Geburtenzahl in der Marktgemeinde kräftig nach unten. Nur 34-mal stellte sich Nachwuchs ein, was absoluter Minusrekord ist, den bisher das Jahr 2007 mit nur 39 Geburten hielt.
Aus der Statistik des Standesamtes kann man entnehmen, dass es schon einmal Zahlen in ganz anderen Dimensionen gegeben hat, nämlich in 2003 mit 66 und in1996 gar mit 88 Neugeborenen. In 2010 waren es sogar noch 48. Der Ausgeglichenheit der Bevölkerungsentwicklung kommt eine niedrige Sterberate entgegen.
Gegenüber 59 Todesfällen in 2010 waren es in 2011 „nur“ 45, was weit unter dem Mittel der vergangenen zehn Jahre (54) liegt. Von den 45 im vergangenen Jahr Verstorbenen stammen 23 aus der Pfarrei Triftern, 15 aus der Pfarrei Anzenkirchen sowie fünf aus der Pfarrei Neukirchen. 19-mal waren es Haussterbefälle.
Nach dem Höhenflug von 2006 mit 31 Eheschließungen bedeuten 28 Trauungen in 2011 im Rathaus wieder ziemlich genau den Schnitt des vergangenen Jahrzehnts. In diesem hatte sich in 2002 mit nur 19 Hochzeiten der bisherige Negativrekord eingestellt.
Zurück zu den 34 Geburten des Jahres 2011, die von Standesamtsleiterin Regina Edmaier nach verschiedenen Aspekten aufgeschlüsselt wurden. Aus ihrer Statistik geht hervor, dass die Mädchen (20-mal) die Oberhand hatten.
Bei den Vornamen konnte einmal mehr kein ausgesprochener „Renner“ ausgemacht werden. Jonas und Sophia sind die einzigen, die mehrfach (je 2-mal) im Register aufscheinen.
Häufigster Geburtsort war Eggenfelden (19) gefolgt von Rotthalmünster (8) .
Nach Gemeindeteilen gegliedert gab es den meisten Nachwuchs in Neukirchen (10). Je 9-mal war ein freudiges Ereignis im Ort Triftern und im Gemeindeteil Anzenkirchen angesagt, sowie 6-mal im Umland (Lengsham/Voglarn/Wiesing).
Die mit dem Standesamt einhergehende Statistik des Bürgerbüros vermittelt auch Aufschlüsse über die Bevölkerungsbewegung im Jahre 2011. Bezogen auf die Einwohnerzahl von 5184 nach dem Stand des Bayerischen Statistischen Landesamtes vom 30. Juni 2011 ergab sich ein – die Verantwortlichen im Rathaus positiv stimmender - Wanderungsgewinn von 13 Einwohnern.
Bis zurück in das Jahr 2004 hatte es jährlich Wanderungsverluste (zwischen 5 und 48 Einwohnern) gegeben, in 2010 war es ein Minus von 35 Einwohnern. Der Gewinn des Jahres 2011 resultiert aus der Differenz der Zuzüge (240) gegenüber den Wegzügen (227) und den darin enthaltenen Geburten und Sterbefällen.
Und das sind weitere interessante Zahlen, mit denen die Statistik aus dem Bereich des Einwohnermeldeamtes aufwartet: 567 Personalausweise, 172 Reisepässe und 50 Kinderreisepässse wurden ausgestellt. Für besonders eilige Fälle waren 43 vorläufige Personalausweise und 9 vorläufige Reisepässe erforderlich.
151 Führungszeugnisse wurden für die verschiedensten Anlässe benötigt und 3504 Lohnsteuerkarten ausgestellt. Auch mit Kirchenaustritten ist man in der Gemeindeverwaltung unverändert beschäftigt. 20-mal wurde einer Religionsgemeinschaft per amtlicher Erklärung der Rücken gekehrt, davon 19-mal der Katholischen Kirche. Aus dieser sind in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 72 Personen ausgetreten, während es bei der evangelischen Kirche acht waren.
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