Am Grab von Josef Romberger, Anzenkirchen

12.08.2019

Am Grab von Josef Romberger, Anzenkirchen

Markt Triftern, den 12. August 2019

Von Edwin Reiter

 

Anzenkirchen.  Mit Josef Romberger, der im Alter von 83 Jahen nach längerer Krankheit verstorben ist, hat der Ort eine über Jahrzehnte hinweg prägende Persönlichkeit des öf-fentlichen Lebens verloren. Eine große Trauergemeinde nahm vom früheren Geschäfts-führer der gleichnamigen örtlichen Maschinenfabrik Abschied, gewissermaßen in Dankbarkeit für seine Lebensleistung.

Man tue dies gleichsam in Dankbarkeit für seine Lebensleistung, so Pfarrer Dr. Waldemar Hadulla in seiner Trauerrede bei dem vom Kirchenchor gestalteten Requiem in  der Pfarr-kirche. Diese, für Familie, Beruf und Sport, habe der Verstorbene in beständigen Einklang gebracht. Den Lebenslauf des leidenschaftlichen Fußballers und Fußballfans Josef Romberger stellte er in Vergleich mit einem Fußballspiel, das mit dem Anpfiff beginne und mit dem Schlusspfiff beendet werde. Er habe insbesondere durch seine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit ein Beispiel für die Nutzung der Lebenszeit, sozusagen für das Spiel des Lebens, gegeben, sagte der Geistliche.

Bei den im Anschluss an den Gottesdienst gehaltenen Nachrufen wurde das Wirken in der Gemeinschaft und das damit einhergehende starke soziale Engagement insbesondere im Vereinsbereich von Josef Romberger in Erinnerung gerufen. MdB Max Straubinger, der auch für den CSU-Ortsverband Triftern sprach, hob hervor, dass der Verstorbene im Zeitraum seiner Geschäftsführung von 1971 bis 2006 den ursprünglichen Mühlenbaube-trieb mit großem Sachverstand und Weitsicht geführt und zur bedeutenden Maschinenfa-

brik fortentwickelt habe. Die Firma mit Kunden in aller Welt biete 75 Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz in der Heimat und lege seit jeher großen Wert auf im eigenen Betrieb ausgebildetem Personal.

Nicht von ungefähr, so der Bundestagsabgeordnete weiter, seien deshalb die Leistungen von Josef Romberger, seinem „geschätzten Freund und Kameraden“, als innovative Un-ternehmerpersönlichkeit mit hohen Auszeichnungen gewürdigt worden.

So habe er das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland erhalten sowie die Goldene Verdienstmedaille und den Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Angesprochen wurde von MdB Straubinger auch, dass Josef

Romberger in der schwierigen Zeit nach der Gebietsreform von 1972 bis 1978 dem Marktgemeinderat Triftern angehört habe. Er habe dabei das kommunale und öffentliche Leben in der Gemeinde entscheidend mitgeprägt.

Weitere Nachrufe wurden dann  von der Metallinnung Rottal-Inn und von Vertretern ört-licher Vereine gehalten. „Danke für alles, Sepp“, sagte für den TSV Anzenkirchen dessen 1.Vorsitzender Werner Kursawe. Josef Romberger sei nicht nur 72 Jahre lang Mitglied ge-wesen, sondern wäre 20 Jahre an der Spitze des Vereins gestanden, was 1994 mit der Er-nennung zum Ehrenvorsitzenden  besonders anerkannt worden sei. Seine großen Ver-dienste als außergewöhnlicher Gönner und Gestalter des Vereins werde man immer in ehrbarer Erinnerung behalten.

2. Vorsitzender Martin Schmidlehhner dankte namens der Freiwilligen Feuerwehr Anzen-kirchen dem Verstorbenen  für seine über 60-jährige Mitgliedschaft und die dabei gewähr-te Unterstützung. Für die Altbachschützen Anzenkirchen  nahm Schützenmeister Harry Fabisch Abschied von Josef Romberger, der dem Verein seit 1960 angehörte. Ehrende Worte wurden dem Verstorbenen namens der Firmen-Belegschaft von Alexander Zauner gewidmet. Das Wohl der Mitarbeiter sei ihm in den 56 Jahren seiner Geschäftsführer-tätigkeit immer ein besonderes Anlliegen gewesen.

 

Bild: red

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Am Grab von Josef Romberger, Anzenkirchen